Arthur Miller: Hexenjagd

Hexenjagd

Nach einer komödiantischen Saison 2018 / 2019 war es uns ein Anliegen noch einmal ins „ernste Fach“ zu wechseln und unsere Wahl fiel auf Arthur Miller´s Stück „Hexenjagd“, welches bereits vor 12 Jahren auf der Bühne des TuD präsentiert wurde.

Es waren nicht zuletzt besorgniserregende aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, die uns veranlassten, das Stück erneut ins Programm aufzunehmen. Arthur Miller schrieb das Stück 1953 als konkrete Reaktion auf die hysterische Kommunistenverfolgung durch den McCarthy-Ausschuß.

Heute, in einer Zeit aggressiver „Shitstorms“, pauschaler Schuldzuweisungen und in einer wachsenden Kultur der bewussten, unreflektierten Fehlinformation, die jede Kritik als „FakeNews“ brandmarkt, ist „Hexenjagd“ bedauerlicherweise aktueller denn je.


Ich wünschte mir die Möglichkeit, ein aggressives Stück zu schreiben. Es sollte aus dem Morast des Subjektivismus jenen einen, ganz bestimmten, schleichenden Prozeß ans Licht bringen, durch den sich erweist, dass die Sünde des gesellschaftlichen Terrors darin besteht, den Menschen seines Gewissens zu berauben und damit seiner Persönlichkeit.

Arthur Miller